ambulante Tagesbetreuung behinderte Kinder / Menschen Potsdam, Kleinmachnow, Berlin, Teltow

Ansprechpartner

Frau Kerstin Kempf-Steinau

Tel.: 0331-96799550
Fax: 0331-96799551

Neverland gGmbH
Thaerstr. 125
14469 Potsdam

Schwerpunkte

Grundlagen der Arbeit

Wir sehen das Kind mit seinem angeborenen Neugierverhalten (intrinsische Motivation) und Lernwillen, für dessen Entwicklungsprozess die Motivation eine besondere Bedeutung hat.

Das Motiv wird als eine überdauernde oder wiederkehrende Antriebskraft gesehen. Der Begriff Motiv ist zu einem Sammelbegriff geworden für Instinkte, Bedürfnisse, Wunsch, usw., was menschliches Verhalten ankurbelt und in eine bestimmte Richtung, auf ein bestimmtes Ziel lenkt. Maslow ordnet menschliche Bedürfnisse nach einer bestimmten Rangordnung ein. Erst die Befriedigung bestimmter Grundbedürfnisse ermöglicht eine optimale Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit.

 ambulante Tagesbetreeung behinderte Kinder / Menschen Potsdam, Kleinmachnow, Berlin, Teltow
Maslow Bedürfnispyramide
(Oerter/Montada: Entwicklungspsychologie, Druckhaus Beltz, Weinheim 1995)

Das Kind setzt sich aktiv mit seiner Umwelt auseinander und kann in der Interaktion mit dieser seine Bedürfnisse befriedigen. So signalisiert der Säugling z.B. durch Schreien sein Bedürfnis und die Eltern oder andere Bezugspersonen erkennen dies und handeln dementsprechend. Im Dialog mit Bezugspersonen werden Bindungen aufgebaut, die Grundvoraussetzung für eine positive Entwicklung ist. Eine sichere Bindung unterstützt das Erkundungsverhalten des Kindes. Das Kind benötigt eine oder mehrere Personen, die ihm Schutz bieten und als „sichere Basis“ dienen, von der aus das Kind seine Umwelt erkunden kann. Die Bindungsqualität beeinflusst auch das von Bowlby benannte „Arbeitsmodell“ des Kindes. Es sagt etwas über die Erwartungshaltung des Kindes bezogen auf Personen und Umwelt und über den Entwurf seiner Handlungspläne aus. Ein Kind mit günstigem Arbeitsmodell (Umweltmodell und Organismusmodell) könnte so aussehen: „Ich lebe in einer Welt, in der es Menschen gibt, die mich lieben und achten. Ich kann meine Fähigkeiten zeigen und mich gegebenenfalls mit Hilfe von vertrauten Personen in der Welt zurechtfinden. Ich kann meine Fähigkeiten einschätzen und kenne meine Grenzen.“

Dabei entwickelt es in der Auseinandersetzung mit der Umwelt und in seinem Bedürfnis nach Wertschätzung ein Selbstkonzept, welches die Wahrnehmung und die Einschätzung des eigenen Handelns beeinflusst.

Das Kind strebt in seinem Handeln nach Autonomie. Bei allen erlernten Fähigkeiten gibt es ein Leben lang (zum Teil minimale) Veränderungen. Alles Gelernte wird ständig den neuen Einflüssen anderer Entwicklungsschritte angepasst und einbezogen. Im eigenen Handeln versteht das Kind seine Umwelt und konstruiert seine Wirklichkeit selber. Dabei passt sich das Kind nicht nur den Umweltbedingungen an, sondern es passt diese auch an sich selbst an

Diagnostik

Das Erkennen und Dokumentieren der Entwicklung, des Lernens und des Verhaltens von Kindern bildet eine wesentliche Grundlage für unsere Arbeit. Ziel einer Diagnostik ist nicht, die Defizite eines Kindes hervorzuheben, sondern die Möglichkeiten und Entwicklungsvoraussetzungen des Kindes zu erkennen. Hieraus ergeben sich die Handlungsansätze für unsere Entwicklungsbegleitung.

Unsere diagnostischen Verfahren sind:

  • Heilpädagogische Befundaufnahme und Anamnesebogen

  • Entwicklungsüberprüfung PAP-System

  • Beobachtungsbögen (heilpädagogischer, psychomotorischer u. krankengymnastischer Bogen)

  • Förderplan

Die Rolle als Bezugsperson

Wir verstehen uns als Bezugspersonen und Entwicklungsbegleiter des Kindes in der Tagesbegleitung. Die eigene Auseinandersetzung mit dieser Rolle ist uns wichtig. Wir orientieren uns dabei an unseren Leitsätzen, und verweisen auch auf die Ausführungen im Leitbild:

Ich beobachte unter Berücksichtigung meiner eigenen Wirklichkeit das Kind und vervollständige mein Bild vom Kind im interdisziplinären Austausch. Die gewählten und geplanten Interventionen und Strukturen sind den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Lebensgestaltung des Kindes angepasst.“

Ich habe ein besonderes Augenmerk auf die Grundbedürfnisse der Kinder“

Ich bereite die räumliche und materielle Umgebung des Kindes nach seinen Bedürfnissen und Neigungen vor. Es erhält durch eine kindgerechte Umgebung die notwendige Orientierung.“

Unser Ziel ist eine kontinuierliche Betreuung der Kinder durch gleichbleibende Bezugspersonen innerhalb der Gruppe. Die Pädagogen der Gruppe nehmen im Wechsel Urlaub, so finden die Kinder in der Regel eine sichere Basis.

Gestalter einer entwicklungsfördernden Umwelt

Als methodischen Aspekt der Entwicklungsbegleitung sehen wir auch die Gestaltung der Umwelt des Kindes. Große Bedeutung haben dabei die Raumausstattung, das Angebot von Materialien und die Strukturierung des Tagesablaufes. Wir schaffen einen Rahmen, in dem die Kinder sich sicher fühlen, in Bewegung kommen und auf ihren Erfahrungen aufbauen können. Voraussetzung für die Gestaltung eines angemessenen und unterstützenden Umfeldes sind Informationen über das Kind, die wir durch Gespräche mit Eltern, Institutionen, Mitarbeitern und besonders durch Beobachtungen erhalten.

Der pädagogische Alltag

In diesem Abschnitt möchten wir die Gestaltung unseres pädagogischen Alltags vorstellen, die Punkte, die uns wichtig sind ausführen, unter Berücksichtigung der Entwicklung und der Lebenswirklichkeit des Kindes.